Details

ISBN/EAN: 978-3-96111-693-5
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Herausgeber:
Karina Verlag
Auflage:
2. Auflage 2017
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
240 S.
Format (T/L/B):
2 x 20.5 x 14.3 cm

Hersteller:
Nova MD GmbH
info@novamd.de
Martinistr. 7
DE 83370 Seeon-Seebruck


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Niemals ohne Lippenstift

13,90 €

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Über Karina Moebius

Karina Moebius Mit ihrem Werk "Niemals ohne Lippenstift" hat Karina Moebius die Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens um eine Sparte erweitert. "Niemals ohne Lippenstift" beruht auf wahren Begebenheiten, die hier in biografischer und humorvoller Form ihren schriftlichen Ausdruck finden. Bereits 2014 im Eigenverlag erschienen sind die beiden E-books über die Abenteuer des kleinen Drachen "Mortimer Smok - Am Anfang war das Ei" und "Mortimer Smok - Von Drachen und Menschen", mit eigenen Illustrationen der Autorin. Seit rund dreißig Jahren findet Karina Moebius ihren Ausdruck auch als bildende Künstlerin und präsentiert ihre Bilder bei unterschiedlichsten Gelegenheiten der Öffentlichkeit. Die Sammlung von Werken umfasst verschiedene Techniken, von filigran ausgearbeiteten Mandalas bis zur plakativen Spachteltechnik und wurde ab 2006 um kunsthandwerkliche Arbeiten - wie das Bemalen von Objekten - erweitert. Karina Moebius ist Jahrgang 1962, verheiratet mit dem Autor und Musiker Bruno Moebius, und lebt in Wien.

Leseprobe

Bankgeschäfte Die Tante hat eingesehen, dass alleine zu leben für sie schon recht mühsam geworden ist, und so trägt sie sich schon seit einer Weile mit dem Gedanken, vielleicht doch in eine Senioren-residenz zu übersiedeln. Seit Jahrzehnten sei sie in der Senioren-residenz in Gersthof angemeldet, und sie möchte nun dort einmal vorsprechen und sich alles ansehen. 'I hob jo dreißig Joahr mit dem Fritzl in Gersthof gwohnt. Durt is hoid vü schena ois in Meidling', erklärt die Tante mit etwas Wehmut in der Stimme. Wir vereinbaren also den zweiten Termin für eine Fahrt mit dem Auto nach Gersthof. Den ersten Termin hatte die Tante kürzlich verschoben, weil sie einfach keine Lust hatte und stattdessen lieber ein Plauderstündchen einlegte. 'Es ist gut, wenn ich dabei bin', denke ich laut nach. 'Vier Ohren hören mehr als zwei.' 'Du hoidst mi oba ned fia deppat?', fragt die Tante prompt und sieht mich dabei leicht entrüstet an. 'Na, na!', beeile ich mich zu antworten. 'Es gibt nur sicher jede Menge Informationen, die wir vielleicht aufschreiben müssen, und da du eh schlecht siehst ', rede ich mich um Kopf und Kragen. Doch die Tante hat schon wieder längst vergessen, worum es eben ging, und redet davon weiter, dass sie ja dann einen Tischler bräuchte, der ihr das Zimmer verbaut. Als ich am vereinbarten Donnerstag pünktlich um zehn Uhr bei der Tante auf der Matte stehe, ist alles anders. Sie hat ihre Bankomat- und Visakarte verloren. Vielleicht hat sie diese auch nur verlegt, aber das weiß sie natürlich nicht. Ich möchte ihr helfen, noch einmal alles abzusuchen, aber Tantchen behauptet steif und fest, sie hätte schon überall nachgesehen und nichts gefunden. Wir müssen also jetzt sofort zur Bank gehen und das regeln. Doch ganz so einfach ist das nicht, denn die kontoführende Bank der Tante ist nicht gerade ums Eck und wir müssen mit dem Auto fahren, in eine Gegend, in der ich mich nicht wirklich auskenne. Ich weiß nur, dass die Bank in der Fußgängerzone liegt, das Einbahnsystem rundherum trickreich ist und auch Parkmöglichkeiten bescheiden sind. Die Tante müsste also in jedem Fall ein ganz schönes Stück zu Fuß gehen, auch wenn wir einen der Fußgängerzone relativ nahen Parkplatz finden sollten. 'Mir bleibt doch nix erspart!', denke ich heimlich.